Wrzl-Blog

Trains, Toons & Rock'n'Roll. And more. And in deutsch. Now. Und jetzt.

20.11.14

Wrzl reist: Irgendwo nach Kosovo und zurück und so... (Tag 6: Avalaheiligen)

Alle Teile
Tag 1: Mit Witz nach Mitrovica
Tag 2: Peja bejahen
Tag 3: Mitrovica Reloaded
Tag 4: Back to life, wohin auch immer...
Tag 5: Mein Blok
Tag 6: Avalaheiligen

Mittlerweile war es Nacht und danach wieder hell. Heimwärts ging es - ebenfalls wieder über Subotica und Budapest, allerdings bei Tageslicht. Und weil der EC Avala praktischerweise auch gleich weiter nach Bratislava, Břeclav und Praha fährt, blieb ich in diesem Zug bis Břeclav sitzen. Also auf zur laaangen sitzbackenstrapazierenden Fahrt von Serbien nach Tschechien.^^

Bahnhof Nova Pazova.

Bahnhof Indija.

Ab Vrbas ohne Halt bis Praha hl.n.?





Bei Novi Sad

Wagennummer "meines" Sitzwagens


Bahnhof Novi Sad

Vor Subotica

Grenzgebiet Serbien/Ungarn. Wo genau die Grenze verläuft, konnte ich hier nicht eruieren.
 

Immerhin, hier war ich mir dann doch sicher.
Ungarischer Grenzbahnhof Kelebia.



Pußta in Reinform




Einfahrt im Bahnhof Budapest-Keleti...

Der Fahrgastwechsel in Budapest ermöglicht ein rasches, nettes, fahrgastfreies Bild meines serbischen Großraumwagens


Entlang der Donau auf dem Weg in die Slowakei


Grenzbahnhof Szob

Grenze HU/SK


Grenzbahnhof Štúrovo



Angekommen im tschechischen Břeclav. Ein letzter Blick "nach Serbien"

Büchsi!!!! *scnr* :D

Und mit diesem Bild endet mein abenteuerlicher Bericht. Weiter ging es mittels ÖBB nach Wien und dem guten alten EN Wiener Walzer in Richtung Schweiz.


Mein Fazit: Ich war schon in vielen osteuropäischen sowie Balkan-Ländern, Kosovo war nun aber wirklich ein ganz anderes Kaliber, als das was ich bisher kannte. Ein Land, das noch nicht mal von allen Staaten der Welt als Land anerkannt wird und das in seinem Selbstfindungsprozess immer noch weit am Anfang steht. Aber auch ein Gebiet, das sowohl von Zerstörung als auch hoffnungsvollem Wiederaufbau durchtränkt ist. Ich selber hatte vor allem Mühe mit der mangelnden Infrastruktur, die ich vor allem an persönlichen Verpflegungsschwierigkeiten festmache (außer dem dem Hotel angeschlossenen teuren "Schweizer" Restaurant musste ich erst mal ordentlich Richtung Stadt hineinlaufen, um wenigstens eine Qebabtora zu finden; das Verpflegungssortiment in den wenigen Supermärkten war ebenfalls oft beschränkt).

Landschaftlich ist der Kosovo ganz nett, mehr aber auch nicht (zumindest, was ich von der Eisenbahn aus gesehen habe). Die Bahn mit ihrem kleinen, aber sehr gepflegten Wagenpark hat meines Erachtens ein riesiges Potenzial. Hier dürfte es sich auf jeden Fall lohnen, mehr als die paar Zugspaare nach Peja und Skopje fahren zu lassen. Ließe es die Sicherheitslage zudem noch zu, dass wieder regelmäßig Züge nach Mitrovica fahren, könnte sich die Bahn noch zu einer der besten und komfortabelsten Balkan-Bahnen mausern. Aber bevor ich vom Stundentakt nach Peja und dem integrierten Vollknoten Fushë Kosovo träume, ist es realistisch gesehen noch ein sehr weiter Weg.

Ich komme auf jeden Fall wieder - schon nur alleine, weil mir noch die Strecke Fushë Kosovo - Skopje fehlt. Vielleicht ist dann der Kulturschock auch nicht mehr ganz so extrem. ;-)
 

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