Wrzl-Blog

Trains, Toons & Rock'n'Roll. And more. And in deutsch. Now. Und jetzt.

4.12.12

Wrzl reist: Reiseberichte vom Frühling 2012

Eine Triebfeder, diese kleine Egozentrikerpinnwand (auch "Blog" genannt) bezutreiben™, war dereinst das Veröffentlichen von Reiseberichten. So ein bisschen habe ich das ja auch geschafft, dennoch ist hier bislang nur ein Bruchteil meiner ganzen Herumfahrerei hinterlegt. In erster Linie lag dies am aktiven Nicht-Vorhandensein (für mich) brauchbarer Fotospeicherorte.

Eine gewisse Zeit lang habe ich dafür Flickr verwendet, jedoch war das Einbinden von Bildern auf diesen Blog zeitraubend und nervig. Würde ich hingegen sämtliche Fotos direkt hier auf Blogger.com ablegen, wäre der dafür zur Verfügung stehende Speicherplatz sehr bald (1 GB) schon aufgebraucht. Also auch keine Lösung.

Vor kurzem wurde ich nun dank des Digital Plus Podcasts auf die Fotoalben-Funktionen von Google+ aufmerksam gemacht. Und tatsächlich! Datt loift™ dort!

Ich schmeiße euch daher jetzt mal Stück für Stück meinen ganzen Schwung an Reise- und Fotoberichten seit vergangenem Frühling um die Ohren. Ich hoffe, Ihr könnt was damit anfangen. Viel Spaß am Ansehen, Durchlesen, lieb haben, whatever. :-)


Nouveautés à Strasbourg


Mein letzter Strasbourg-Besuch lag schon wieder ein Zeitchen zurück. Das Tramnetz glaubte ich, komplett befahren zu haben, plötzlich aber sah ich, dass die französische Vorzeigestadt im Tramnetz-Wiederaufbau zwischenzeitlich schon wieder zwei neue kurze Strecken in Betrieb genommen hatte. Unter anderem wird jetzt auch der Bahnhof oberirdisch erreicht.

So machte ich mich an einem März-Samstag von der deutschen Seite via Kehl einen kleinen Ausflug nach Strasbourg. Hoffentlich dauert es auch nicht lange, bis ich im Tram sitzend von Kehl nach Strasbourg "rübermachen" kann, aber das ist eine andere Geschichte... ;-)


Ganzes Album (4 Bilder): https://plus.google.com/photos/100594187497462688678/albums/5798782105147045953


TCOB
Zwei Wochenenden später sollte nun eine Reise nach Genève auf dem Programmzettel stehen. Dort wurden 2011 ebenfalls gleich zwei neue Tramstrecken eröffnet. Zum Einen jene zur Teilchenschleuder CERN, zum Anderen die Linie nach Bernex.


Ganzes Album (17 Bilder): https://plus.google.com/photos/100594187497462688678/albums/5798781139274948657


Im Westen was Neues


Außerhalb eines Radius Schweiz-Elsaß-Südbaden-Vorarlberg beschränke ich meine Rumreiserei meist auf Schienenstrecken. Buslinien außerhalb dieses Gebiets werden nur befahren, wenn sie durch landschaftlich reizvolles Gelände fahren (Alpenpässe, dem Meer entlang, usw.)

Innerhalb dieses Gebiets ist es aber auch mein Anspruch, ebenso sämtliche Buslinien bezufahren™. Und weil zum Fahrplanwechsel im Dezember 2011 ein paar neue Linien in der Westschweiz dazu gekommen waren, habe ich eines Feierabends nach der obligaten Hacklerei noch eine kurze Fahrt zu den Glaubensanhängern der französischen Sprache in diesem Land übernommen. Nichts großartiges eigentlich, aber ein paar Bildchen von Postauto und BAM-Schmalspurbähnchen sind dabei dennoch rumgekommen.^^


Ganzes Album (12 Bilder): https://plus.google.com/photos/100594187497462688678/albums/5798779706546659009


Trolleybus Salzburg

Ostern ist die Zeit von Bugs Bunny, Fruchtbarkeit und dicken Eiern. Meinereiner war zu dieser Zeit im südostbayerischen Garching an der Alz und hat bei dieser Gelegenheit endlich auch mal den Salzburger Trolleybus penetriert. (zur Anreise gab's als Beilage auch noch die Befahrung der ÖBB-Strecke Braunau am Inn - Salzburg Hbf)

Was ich bis zu dieser Reise nicht wusste, Salzburg besitzt doch tatsächlich das fünftgrößte Trolleybusnetz der westlichen Welt (laut Wikipedia) und stellt damit auch die zahlreichen Trolleybusnetze in der Schweiz in den Schatten. Überhaupt ist es beeindruckend, wie sehr sich Salzburg auf den Fortbestand und weiteren Ausbau seines umweltfreundlichen Trolleybusnetzes eingeschossen hat. Während etwa in Innsbruck vor einigen Jahren das ganze Netz eingestellt wurde und die Fahrzeuge heute unter anderem im rumänischen Brașov unterwegs sind, gab es zwischenzeitlich nochmals eine Netzerweiterung, die ich bei Gelegenheit noch nachholen muss.^^


Das Wetter war leider nicht wirklich prickelnd, aber was muss, das muss eben.
Persönlich empfehle ich im Übrigen mindestens eine Fahrt mit der Linie 4 ins ländliche Mayrwies! "Gesamtnetzbefahrern" werden hingegen mit zwei fiesen Tarifzonengrenzen bei den Linien 1 und 4 traktiert. Sofern kaufbar (selber noch nicht ausprobiert), empfehle ich eine Tageskarte von Kleßheim (Linie 1) nach Mayrwies (Linie 4), die dann auch im restlichen Stadtnetz in Salzburg gilt.

Ganzes Album (34 Bilder): https://plus.google.com/photos/100594187497462688678/albums/5798778242619571857


Rosental und SEV Jesenice - Bischofshofen
Bildmäßig kaum der Rede wert, weil Sauwetter und entsprechend schwach dokumentiert war dieser "Tagesausflug" nach Slowenien. Hauptsächlich habe ich sie gemacht, da in dieser Zeit der EN-Zug von Zürich HB nach Zagreb und Beograd wegen mehrerer Bauarbeiten an der Tauernbahn und in Kärntne großräumig via Selzthal und Klagenfurt umgeleitet wurde. Dies bot mir die seltene Möglichkeit, die de facto stillgelegte Strecke von Klagenfurt nach Rosenbach zu bereisen. Dies ist sonst nur mit einem aus Restösterreich nicht erreichbarem frühmorgentlichen Zug von Rosenbach nach Klagenfurt möglich. In die Gegenrichtung verkehren die Personenzüge überhaupt nur bis Weizelsdorf.

Daneben gab es an diesem Wochenende auch Schienenersatzverkehr. Dieser wurde wegen der Gleichzeitigkeit der Bauarbeiten, gepaart mit noch einer weiteren Baustelle zwischen Jesenice und Kranj gleich mit einer Monster-Ersatzbuslinie von Kranj (!!) bis nach Bischofshofen geführt. Der Reisegenuss wurde dabei leider von noch stärkerem (später in Schnee übergehendem!!!) Regen sowie der Vorliebe des Busfahrers für Kronehit und Ö3 mehr als getrübt. Sei's drum, ich hab wenigstens mal Klagenfurt-Rosenbach fahren können...

Ganzes Album (6 Bilder): https://plus.google.com/photos/100594187497462688678/albums/5798777528532472977


Die verlorene Welt: Kleinwalsertal

Ich bin ein Kind Vorarlbergs. Meine ersten 11 Lebensjahre brachte ich dort ver™ und auch wenn ich heute noch gelegentlich dorthin zurückkehre, fühle ich mich dort immer noch am Heimischsten, so gerne ich sonst in meinem geliebten BASEL wohne. Und die zitronengelben Vorarlberger Landbusse zähle ich immer noch zu den sexiest buses alive.^^




Selbstverständlich habe ich also auch in Vorarlberg schon seit längerem das gesamte Bahn- und Busnetz vollständig befahren. Das gesamte Bahn- und Busnetz? Nein. Ein kleines rebellisches Tal hat sich im Nordosten Vorarlberg niedergelassen und verfügt bis heute keinen Straßenanschluss (geschweige denn eine Schienenanbindung) an Restösterreich. Die Rede ist vom Kleinwalsertal. Einem Gebiet, das von Restvorarlberg per ÖPNV nur schwer erreichbar ist, ja das sich noch nicht mal im Verkehrsverbund Vorarlberg (VVV) befindet.

Lustigerweise lernt freilich jeder Vorarlberger in der Schule, wo das Kleinwalsertal liegt, auch dass es nur von Deutschland her erreichbar ist, de facto kenne ich selbst aber keinen Vorarlberger, der selber schon mal dort gewesen wäre. Auch sonst scheinen etwa Vorgänge im fernen Wien näher zu liegen als in ebendiesem Kleinwalsertal.

Nun, im Mai machte ich mich angesichts eines ohnehin angelegenen Besuchs in meiner alten Heimat endlich mal auf, diesen illustren Ort aufzusuchen. Mit dem Landbus Bregenzerwald via Hittisau und weiter mit einem bayerischen Bus vorbei an der Radio-Horeb-Hochburg Balderschwang *grusel* nach Oberstdorf ging es zum türkisen "Walserbus". Hier wurden zumindest gewisse Ähnlichkeiten zu Vorarlberg sichtbar. Der "Walserbus"-Schriftzug erinnert doch zu sehr an das gute alte "Landbus"-Logo. Und hinter der Grenze offenbart sich auch eine weitere schöne Vorarlberger Eigenheit, die in ihrer genialen Schlichtheit kaum zu übertreffenden, und dennoch schon von weitem sichtbaren (und von mir schlichtweg vergötterten) Haltestellensäulen.


Andererseits tun sich hier auch die Abgründe des Kleinwalsertals auf. Obwohl ich im Mai, und damit eigentlich in der absoluten Zwischensaison zu Besuch war, spürte man so richtig, was für eine grauenhafte Touristenhochburg das im Sommer und erst recht im Winter sein muss. Landschaftlich ist das Tal also sehr schön, aber Charme ist ihm praktisch völlig abhanden gekommen. Weiterer Kritikpunkt: Der fehlende Verkehrsverbund. Es gibt keine Tageskarten, Bayern-Tickets o.ä. sind auch keine gültig. Wer also dort nicht übernachten will (was ich vollkommen verstehe), muss sich mit sauteuren Einzeltickets herumschlagen. Alleine zur Befahrung sämtlicher Strecken habe ich rund 25 Euro dort liegen gelassen - ein Drittel des Preises für eine Monatskarte für ganz Vorarlberg!!

Dennoch und trotz allem, einen großen Schaden trägt man mit dem Besuch des Kleinwalsertals nicht davon. Auch der dichte 20-Minuten-Takt auf der Hauptlinie 1 ist sehr attraktiv. Abseits dieser Linie gibt es aber nicht allzuviel sehenswerte Strecken, am Nettesten ist wohl noch die Linie 5 nach Ifen (mit Seilbahnanschluss). Und die Busfahrer, die waren's auch. ;-)

Ganzes Album (23 Bilder): https://plus.google.com/photos/100594187497462688678/albums/5798776615911825009


(Fortsetzung folgt *g*)

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